Dienstag, 6. August 2013

logbucheintrag, zeit 5:04

naechte sind hier ganz besonders. vor der ersten safari dachte ich, in der nacht im zelt nicht schlafen zu koennen, wegen des moeglichen laerms draußen. nach der ersten nacht war ich ueberrascht, dass genau das gegenteil der fall ist. außer zirpen hoert man nichts; ok, hie und da das grunzen der flußpferde, die keine 30 meter weg unten im fluß leben. jegliche andere geraeusche sind dann in der zirpenden stimme leicht zu hoeren. so wurde ich in der nacht wach, rhytmisches knacken im unterholz, schwere schritte, schnaufen; was es war, keine ahnung, aber es war da draußen, und ich drinnen im zelt, mich ruhig verhaltend, mit allerlei gedanken im kopf. bin aber dann wieder eingeschlafen, auf die masai vertrauend, die das camp bewachen. gegen 5 uhr morgens dann schritte vor meinem zelt, werde wieder wach, wahrscheinlich einer der masais der seine runden dreht; am anderen ufer krachen von baeumen, die von elephanten umgeknickt werden, hie und da machen sich die auch durch trompeten bemerkbar, und in der ferne faehrt irgendwo ein auto - die stille ist wieder da, zirpen das ausschließliche geraeusch, regelmaeßig von den hipposgrunzlauten unterbrochen.
wecken dann um 0600, also in jetzt 45 minuten.
naechste nacht werd ich wieder meine ohrenstoepsel nehmen, die die meisten der laute ausblenden.

ps: winterpyjama ganz angebracht, in der nacht ist es doch kuehl, unter 15 grad nehm ich an im zelt
pss: rund ums doppelbett herum, netz zum schutz vor naechtlichen muecken, bis dato drinnen und draußen keine gesehen, bis auf ein paar fliegen im landrover tagsueber

ps: und ja, da war ein flusspferd im camp in dernacht, der haufen dung lag in der frueh noch 20 meter von meinem zelt- wie mir peter  der barmann mittags versichert, war das ein ELEFANT, bei durchmesser eines haeuferls von 15 cm und mehr, glaubwuerdig....