am ersten tag war die gruppe der fotografInnenfetischsten (kanadier, amerikaner) durch laustaerke aufgefallen, erste aufregung und freude, nehm ich an, weil es da soviel zu fotografieren gibt, d.h. bei den typen mit den großen roehren, 700-800 bilder am tag.
das sichten und bearbeiten der bilder am computer mit ausgefuchsten programmen am abend, nimmt dann fast genausoviele stunden ein.
vor und nach dem essen genießen sie nicht die entspannende stimmung im camp, am lagerfeuer, an der bar, sondern man sitzt im fotografInnenzelt, und diskutiert, ob das bild farblich zu weich ist, die randschaefe nachadjustiert werden muss, oder softwaretechnische aenderungen aus einem bild einen knueller machen. und man lobt sich gegenseitig, sieht sich auch wenn zeit bleibt die bilder der anderen an.
es scheint, die sehen die safari nur mehr durch die kamera, das rundherum, außerhalb des bildsuchers, sehen sie gar nicht, staendig voll auf der suche nach dem goldenen schuß.
ich bin da eher purist, mach fotos, such die besten aus, lass sie entwickeln, kleb sie ins album, der rest endet am binaeren friedhof, geht auf dvd, nachbearbeitet wird nichts - pimp your photos wird eine absage erteilt.
was zaehlt ist das original und nicht eine entstellte, verfremdete realitaet, wo das bild als kunstwerk wichtiger ist, als der inhalt, das gesehene :-)